2025-11-17
Von Operations zu Engineering — warum Domänenwissen zählt
Es gibt einen hartnäckigen Mythos in der Tech-Branche: Der beste Weg zum Software-Engineer führt über ein Informatik-Studium und LeetCode. Klar, das funktioniert für manche.
Aber die wirkungsvollste Software, die ich gesehen — und gebaut — habe, kam von einem ganz anderen Weg: Im Operations anfangen, verstehen wie Unternehmen wirklich funktionieren, und dann die Tools bauen, die längst existieren sollten.
Als ich Contact-Center-Performance über die Schweiz und Polen hinweg gemanagt habe, ertrank ich täglich in Spreadsheets, manuellen Reports und Enterprise-Tools, die für Executives designt waren, nicht für Operatoren. Jeden Tag dachte ich: 'Das kann ich besser bauen.'
Also habe ich es getan.
Der Übergang von Operations zu Engineering war nicht einfach. Es gibt kein Bootcamp, das Go-Concurrency-Patterns UND Contact-Center-Workforce-Management lehrt. Aber genau diese Schnittstelle — da passiert die Magie.
Domänenexperten, die programmieren lernen, bauen nicht einfach Features. Sie bauen Lösungen, die tatsächlich die richtigen Probleme lösen.
Wenn du in Operations, Kundenservice, Logistik oder einer anderen 'nicht-technischen' Rolle bist und überlegst programmieren zu lernen: Tu es. Dein Domänenwissen ist kein Ballast — es ist dein Wettbewerbsvorteil.
Die Tech-Branche hat genug Engineers, die alles bauen können. Was ihr fehlt, sind Engineers, die wissen, was sich zu bauen lohnt.